Pater Leo zu Besuch
Ein großes Herz für Menschen in Not: Das hat der Wohnverbund Sanden schon vielfach gezeigt. Seit Längerem schon engagieren sich Geschäftsführung, Mitarbeiter und Klienten für ein Kinderdorf in Indien, das von Pater Leo betreut wird. Umso größer war jetzt die Freude, als Pater Leo den Wohnverbund besuchte und aus erster Hand über die Lage in Indien berichtete.
Vussem. Mit großer Vorfreude erwartete der Wohnverbund am 12. August den Besuch von Pater Leo. Der Missionar kam in Begleitung von Herrn Klinkhammer ins Missionshaus – mitgebracht hatte er viel Zeit und Interesse am Alltag der Klienten. Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführung wurde er durch die farbenfrohen und einladenden Räume geführt, so dass er sich einen Einblick vom Wohnen und Leben der Klienten und Mitarbeiter machen konnte. Besonderes Interesse zeigte Pater Leo an der „Mach-mit-Gruppe“, die im vergangenen Jahr ihre Bastelarbeiten für das Hilfsprojekt in Indien verkauft hatte. Es war eine ausgesprochen offene und herzliche Atmosphäre, mit vielen fröhlichen Gesprächen und mach herzhaftem Lachen. Ganz spontan bot Pater Leo dabei an, einen Gottesdienst zu halten – ein Angebot, das er nicht zweimal machen musste.
Wenige Tage später war es dann soweit. Am Mittwoch, 18. August, kam Pater Leo in Begleitung der Eheleute Klinkhammer und Frau Feyen zum Wohnverbund. Die „Mach-mit-Gruppe“ war auch nicht untätig geblieben und hatte den Gottesdienst zum Thema „Man sieht nur mit dem Herzen gut!“ vorbereitet. Dieses Thema zog sich wie ein roter Faden durch die Messe, die im Übrigen sehr gut besucht war (St. Michael, Missionshaus und Betreutes Wohnen).
So ging es in der Lesung um eine berühmte Episode aus dem „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint Exupéry – nämlich als er dem Fuchs begegnete. Die Fürbitten hatten die Klienten auf ausgeschnittene Herzen geklebt und dann in der Messe auf einem großen Herz angeheftet (Beispiel: „Lieber Gott, schenke uns ein sehendes Herz, damit wir die Not anderer Menschen sehen“). Auch für die Auswahl der Lieder war die V orbereitungsgruppe zuständig; in der Messe wurden sie von Herrn Reinartz auf dem Keyboard begleitet.
Pater Leo war von so viel Engagement ganz angetan und schenkte seinerseits dem Wohnverbund eine Kerze mit einem Herzen. Er kann sicher sein, dass diese Kerze in vielen Gruppenstunden und an Feiertagen brennen wird.
Der Wohnverbund bedankte sich bei ihm mit einem „gefüllten Briefumschlag“ für das Kinderdorf in Indien. Das Geld stammt aus Spenden der Klienten und Mitarbeiter sowie aus dem Erlös des Trödelmarktes. Um einen noch besseren Einblick über die Situation der Kinder in Indien zu bekommen, wird Herr Klinkhammer demnächst einen Diavortrag beim Wohnverbund halten.
Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen: Am 19. August kam Pater Leo ein drittes und vorläufig letztes Mal zum Wohnverbund. Er besuchte erneut die „Mach-mit-Gruppe“ und überreichte zur Freude von Frau Kolvenbach und der Klienten zahlreiche Fotos vom Kinderdorf. Eines steht jetzt schon fest: Sowohl Wohnverbund wie auch Pater Leo freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen.
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