Messe in Eifeler Mundart

Holzheim, 29.1.2012. Die Zeiten, in denen die Hl. Messe komplett in lateinischer Sprache zelebriert wurde, sind seit einigen Jahrzehnten – Gott sei Dank - vorbei. Der allgemeinen Verständlichkeit sind Gottesdienste in Hochdeutsch wesentlich zugänglicher. Etwas ganz Besonderes sind aber Mundartmessen, also Gottesdienste, in denen „dem Volk auf's Maul geschaut“ wird. Gerüchten zufolge soll ja so mancher Eifeler den Dialekt besser verstehen als das übliche „Huehdüksch“...

Wie dem auch sei: In Holzheim fand jetzt wieder die beliebte Mundartmesse der Karnevalsfreunde statt, die von Pater Ralf Linnartz (Düren) zelebriert wurde. Mit dabei war auch eine stattliche Abordnung des Wohnverbundes Sanden. Adelheid Wacke war mit neun Personen in die Pfarrkirche St. Lambertus gefahren, wo die Gruppe inmitten von Dreigestirnen und anderen Karnevalisten Platz fand. Für flotte musikalische Unterhaltung sorgte u.a. die Flötengruppe Vussem („Veybachfinken“).

Das Motto der Messe lautete: „Frünk senn“. Darum drehten sich die Gebete und Lieder, die allesamt in Eifeler Mundart vorgetragen wurden. Damit alle mitmachen konnten, bekamen die Gottesdienstbesucher ein Textheftchen. Zum Einzug stand gleich ein Karnevalsklassiker auf dem Programm, nämlich das Lied „Un wenn dat Trömmelche jeit...“ Zu dieser allen bekannten Melodie hieß es dann: „Un wenn de Kircheglock schläät...“ So ging es munter und in lockerer Atmosphäre weiter, es wurde gesungen, geschunkelt, gelacht und natürlich gebetet. Auch der Schlusschoral passte perfekt zum Motto: „Echte Fründe stonn zesamme“, ursprünglich von den Höhnern, jetzt von allen Gottesdienstbesuchern begeistert gesungen.

Apropos begeistert: Den Klienten des Wohnverbundes hat dieser Mundart-Gottesdienst sehr gut gefallen, sowohl in Bezug auf den Eifeler Dialekt wie auch auf die lockere Gestaltung. Fast den ganzen Tag über war der Gottesdienst noch zentrales Thema vieler Gespräche. „So was könnte ruhig öfter angeboten werden“, war der allgemeine Tenor.



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